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Warum ein Passivhaus?

Passivhäuser liegen voll im Trend. Wenn man sich die Vorteile eines Passivhauses gegenüber einer herkömmlichen Bauweise anschaut, ist diese Entwicklung ganz logisch, denn diese Bauweise bedeutet nicht nur einen Gewinn für den Bauherren und späteren Bewohnern eines solchen Hauses, sondern auch für die Allgemeinheit.

Es ist bekannt, dass das Passivhaus nur sehr wenig Energie braucht und aktiv zum Klimaschutz beiträgt, weil der Restenergiebedarf zu 100% aus erneuerbare Energie zu decken ist. Dies bedeutet nicht nur eine Reduktion der CO2-Emissionen, sondern vor allem auch eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Gas.

Weniger bekannt ist wahrscheinlich, dass das Passivhaus eine umfassende Qualitätssteigerung im täglichen Leben bringt.
Im Passivhaus herrscht das ganze Jahr über ein behagliches Raumklima - ohne konventionelles Heizsystem oder Klimaanlage. Die kontrollierte Wohnraumlüftung liefert durch permanente Frischluft eine ständig gleich bleibende, hohe Luftqualität im Innenraum. Bei geschlossenen Fenstern wird 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr schadstoff- und geruchsbelastete Luft aus den Wohnräume abtransportiert und durch gefilterte Frischluft ersetzt. Dies bewirkt neben eine Verhinderung von Schimmel und Bauschäden durch Kondenswasser auch eine Staubreduktion, eine Reduktion der Lärmbelästigung und eine Reaktionsminderung bei Allergikern.

Schön und gut... aber was kostet das alles?
Betrachtet man das Gebäude auf seine Lebenszeit, ist das Passivhaus sicher die wirtschaftlichste Bauweise. Die Errichtungs- bzw. Sanierungskosten sind nur wenig teurer als bei einem herkömmlichen Haus oder ein Niedrigenergiehaus. Dafür werden die Energiekosten auf ein Minimum von umgerechnet 1,5 l Heizöl pro m² Wohnnutzfläche pro Jahr reduziert. Ein Haus mit 150 m² Wohnnutzfläche braucht für seine Heizung also 225 l Heizöl im Jahr, wobei dieser geringen Wärmebedarf natürlich eher durch eine Wärmepumpe als durch eine Ölheizung gedeckt werden wird. Dies entspricht Heizkosten von ca. 11,- € / Monat.



Wie funktioniert ein Passivhaus?

Das Prinzip ist einfach: ein Passivhaus ist so konzipiert, dass es möglichst viel Energie aufnimmt  und möglichst wenig Energie verliert. Passivhäuser brauchen so wenig Energie, dass sie ohne  herkömmliche Heizung auskommen können. Als Heizenergie genügen die Sonne und Erdwärme, sowie die Abwärme aller elektrischen Geräte, Lampen und Bewohner.

Voraussetzung für dieses Prinzip ist eine hochwärmegedämmte und luftdichte Gebäudehülle um die Lüftungs- und Transmissionsverluste zu minimieren. Durch den Einsatz einer mechanischen Wohnraumlüftung wird die Luft kontrolliert ausgetauscht und Wärme verbleibt über Wärmetauscher im Lüftungskreislauf des Hauses.

Ab dem Jahr 2009 muss EU-weit jedes Haus einen Energiepass vorweisen, auf dem wie bei Elektrogeräte seine Energieklasse eingetragen ist. Passivhausimmobilien mit einer Energiekennzahl von A+ werden sicher im Weiterverkauf beliebter sein als herkömmliche Häuser mit Energieklasse G und entsprechend hohen Betriebskosten. Es ist also zu erwarten dass die Nachfrage steigt und Passivhäuser im Wert steigen.

 

 

Ein Interview zum Thema Passivhaus finden Sie in der Econova Spezial, Ausgabe Oktober 2007.